Opferschutz / Opferhilfe

Geschädigte(r) im Strafverfahren

Wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind, sollten Sie keine falsche Scheu vor der strafrechtlichen Verfolgung des Täters haben. Erstatten Sie Strafanzeige bzw. stellen Sie einen Strafantrag.

 

Als Verletzte(r) durch eine Straftat können Sie sich des Beistandes durch einen Rechtsanwalt bedienen oder sich durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen. Wenn Sie dann zu einer Zeugenvernehmung zur Polizei müssen, können Sie von dem Rechtsanwalt begleitet werden und haben einen Anspruch auf dessen Anwesenheit während Ihrer Aussage. Gerade wegen dem Stress durch solch eine Vernehmung kann ein anwaltlicher Beistand beruhigend wirken.

 

Je nach Art der Straftat können Sie sich im Rahmen einer Nebenklage dem Strafverfahren anschließen und einen Nebenklagevertreter beigeordnet bekommen. Hierdurch können Sie aktiv am Verfahren mitwirken (z.B. durch Beweisanträge). Das hängt jedoch immer von individuellen Fall ab.

 

Rechtsanwältin Mikoleit berät Sie ausführlich über Ihre Möglichkeiten im Strafverfahren Einfluss nehmen zu können und was für Kosten auf Sie zukommen bzw. an welcher Stelle eine Kostenübernahme der anwaltlichen Gebühren beantragt werden kann.

 

Zudem bietet sich an, im Rahmen des Strafverfahrens Schmerzensgeld geltend zu machen. Die ist durch das sog. Adhäsionsverfahren möglich. Vorteil hiervon ist unter anderem, dass Sie kein weiteres zivilrechtliches Verfahren anstrengen müssen, um Schmerzensgeld zu erhalten.

Gewaltschutzverfahren

Hat eine Person vorsätzlich den Körper, die Gesundheit oder die Freiheit einer anderen Person widerrechtlich verletzt oder mit der Verletzung gedroht, hat das Gericht auf den Antrag der verletzten Person die zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnahmen zu treffen.

 

So kann z.B. angeordnet werden, dass diese Person Ihre Wohnung nicht betreten darf oder keinen Kontakt, ob telefonisch oder persönlich, zu Ihnen aufnehmen darf.

Opferentschädigung

Haben Sie infolge eines Angriffes eine Schädigung erlitten (körperlicher oder geistiger Art), kann u.U. ein Antrag auf Opferentschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetzt (OEG) sinnvoll sein.

 

Voraussetzung für Leistungen nach dem OEG ist, dass Sie infolge eines vorsätzlichen, rechtswidrigen tätlichen Angriffs gegen Ihre oder eine andere Person oder durch dessen rechtmäßige Abwehr eine gesundheitliche Schädigung erlitten haben.

 

Mit vorsätzlichen rechtwidrigen tätlichen Angriff ist allgemein eine Gewalttat zu verstehen. Hierzu zählen auch Sexualstraftaten und sexuelle Übergriffe gegenüber Minderjährigen, sowie u.a. die vorsätzliche Beibringung von Gift. Eine Ausnahme stellen Angriffe dar, bei welchen ein Kraftfahrzeug eingesetzt wird. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Leistungen nach dem OEG.

 

Psychosoziale Prozessbegleitung

Das Konstrukt der psychosozialen Prozessbegleitung ist noch relativ neu. Mit der Regelung der psychosozialen Prozessbegleitung haben Verletzte die Möglichkeit sich während des Strafverfahrens von einem psychosozialen Prozessbegleiter unterstützen zu lassen. Dieser hat ein Recht bei Vernehmung und Verhandlungstermin anwesend zu sein. Vorteil der psychosozialen Prozessbegleitung ist, dass der Begleiter nicht mit Ihnen über die Tat selbst redet, sondern dafür da ist, Sie mental zu unterstützen und Ihnen den Ablauf des Verfahrens näher bringt.

 

Rechtsanwältin Mikoleit kann Ihnen bei Bedarf auch eine Kompetente Person für die psychosoziale Prozessbegleitung empfehlen.